Geschichte

Das Tal von Hol über Geiteryggen und nach Aurland ist von alters her ein Handelsweg gewesen. Früher war der kürzeste Weg von Hof zu Hof, zwischen Ost und West. In mehreren Hundert Jahren wurden Vieh und Pferde durch das Aurland-Tal getrieben. Tiere wurden in Westnorwegen gekauft, und nach Stemberdalen (Steinbergdalen) gebracht, wo die Weiden besonders gut waren. Danach wurden sie auf Vieh- und Pferdemärkten in Ostnorwegen verkauft.

1850 gab es insgesamt 10 Höfe und Landwirtschaftsbetriebe im Aurland-Tal: Almen - Sinjarheim - Teigen - Berekvam - Skorgarden - Nesbø - Vikaneset - Aurviki und zwei Höfe in Aurdalen (Østerbø). Seit dem 16. Jahrhundert gibt es Ansiedlungen im Aurland-Tal, es gibt aber auch Spuren, die schon auf eine Ansiedlung vor der Pest im Jahre 1349 deuten. Das Tal lag dann 250 Jahre unbewohnt, wie so viele andere Gebirgssiedlungen.

Østerbø (Øvstebø) wird zum ersten Mal 1626 erwähnt, es gab dort zu dieser Zeit zwei Höfe. Der Hof, der nun Østerbø Fjellstove ist, gehörte bis 1860 Ansässigen aus Aurland, und wurde dann von „Stor Uren“ aus Urdvassbotn am See Strandavatn gekauft. Der letzte Landwirt war Svend Svendsen aus Hol, er betrieb den Hof von 1895 bis 1911, und er war der Letzte, der auf dem Gebirgsfriedhof hier in Østerbø begraben wurde. Die Witwe von Svend Svendsen, verkaufte den Hof in der 30-er Jahren an Johannes Midje, der mit ihrer Tochter Karoline verheiratet war. Johannes und Karoline Midje wohnten auf dem Hof Belle in Vassbygdi, und verwendeten Østerbø als Sennhütte. 1938 nahmen sie die ersten Touristen auf, und so begann die Geschichte von Østerbø Fjellstove. Bevor Infrastruktur und Elektrizität im Jahre 1973 nach Østerbø kamen, wurden Verpflegung und Ausrüstungen auf dem Pferderücken transportiert. Es gibt viele Geschichten über anstrengende Touren durch das Tal, damit die Gäste und Ansässigen mit dem Nötigsten versorgt wurden. Der Familie Midje gehörte der Hof bis ins Jahr 1988, als der jetzige Besitzer, Per Steinar Melås aus Leikanger, Østerbø Fjellstove kaufte.